Didaktik, Inklusion und Innovation: Entdecken Sie unser Weiterbildungsprogramm
Entdecken Sie das Weiterbildungsprogramm des VSV für das 1. Semester 2026! Es wurde speziell konzipiert, um Kursleitende, Führungskräfte und Mitarbeitende im Bildungsbereich bei einer breiten Palette von aktuellen Herausforderungen zu unterstützen. Pädagogische Innovation, Künstliche Intelligenz, soziale Medien, Didaktik und Methodik von Sprachkursen (einschliesslich fide-Kurse) sowie Grundkompetenzen: ein reichhaltiges und aktuelles Angebot, um praxisnah Ihre Fähigkeiten zu erweitern.
Module zur Gebärdensprache ergänzen das Programm und eröffnen neue Perspektiven im Bereich Inklusion. Hinzu kommen spannende Kurse zu Auftrittskompetenzen und der Kunst, sein Publikum in den Bann zu ziehen.
Wir freuen uns darauf, Sie bald in einer unserer Weiterbildungen willkommen zu heissen.
Von der Desinformation zur Information
Djamila Kartnaller – Am 28. und 29. November 2025 fand in Grenoble die Tagung des französischen Verbands der Volkshochschulen, der Association des Universités Populaires de France (AUPF), statt. Sie stand unter dem Motto «Von der Desinformation zur Information». Zwei Tage lang wechselten sich Präsentationen, Podiumsdiskussionen und Workshops ab. So konnten Fachleute das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten und mit dem Publikum ins Gespräch kommen.
Am ersten Vormittag erörterte Thierry Ménissier, Professor für politische Philosophie, wie technologische Innovationen zentrale Konzepte wie Entscheidung, Autonomie, Freiheit, Verantwortung und Demokratie massgeblich verändern. Anschliessend erinnerte der Soziologe Gérald Bronner an die wichtige Rolle der Volkshochschulen: Sie fördern rationales Denken und kritischen Geist – beides Grundpfeiler der politischen Bildung.
Am Nachmittag widmeten sich drei Workshops den Mechanismen der Desinformation in Wissenschaft, Medien und internationalen Beziehungen. Die Expertinnen und Experten betonten die Zunahme von Verschwörungstheorien und die wachsende Verwundbarkeit von Wissenschaft, Presse und Politik gegenüber Manipulation. Diskutiert wurde auch, wie die Volkshochschulen ihre Teilnehmenden dabei unterstützen können, globale Zusammenhänge besser zu verstehen, Falschinformationen zu erkennen und deren Risiken einzuschätzen.
Den zweiten Halbtag eröffnete eine Plenumsdiskussion über die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz – über ihre Chancen, aber auch über ihre Gefahren. Besonders thematisiert wurden KI-generierte Texte und Videos, die kaum mehr von echten Vorlagen zu unterscheiden sind und neue Formen der Manipulation begünstigen. Zum Abschluss hoben die Verantwortlichen der AUPF hervor, dass Volkshochschulen unverzichtbare Orte des Austauschs sind: Orte, an denen komplexe Themen verständlich gemacht, kritisches Denken gefördert und neue Technologien gemeinsam erprobt werden – um grundlegende Werte zu schützen und Lügen entgegenzutreten.
Auch der Verband der schweizerischen Volkshochschulen (VSV) war zu dieser Tagung eingeladen. Er wurde durch ihren Geschäftsleiter Marc Herkenrath vertreten, der den Verband und seine Aufgaben vorstellte und über aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse zum Umgang mit Desinformation in der Schweiz berichtete. Begleitet wurde er von Djamila Kartnaller, der Fachverantwortlichen für das Weiterbildungsprogramm des Verbands. Wir danken Movetia herzlich für die Unterstützung, die uns die Reise nach Frankreich und die Teilnahme an dieser Konferenz ermöglicht hat.
Die Zukunft gehört den Senioren, Teil III
Die Charta Bildung 65+ erwacht zum Leben. Der dritte partizipative Workshop befasst sich mit dem Bildungsbegriff. Welche Bildung wünschen wir uns für Senioren, welche Bildung fordern wir, welche Bildung bieten wir an und warum? Das ist Stoff für eine grundlegende Diskussion. Hinzu kommen drei Workshops zu politischen Fragen, zum Informationsaustausch und zur Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern sowie zum Aktionsplan 2026 der Allianz Bildung 65+.
PROGRAMM
13:00 Eintreffen
13:30 Begrüssung durch Pius Knüsel
13:40 Welche Bildung für Seniorinnen und Senioren? Vier Inputs
14:00 Diskussion im Plenum
14:20 Senioren im Einsatz – zwei Praxisbeispiele:
a. Elisabeth Michel-Alder, Citizen Science
b. Hans-Peter Graf, FAAG: Pour une autre manière de considérer et vivre notre manière d’avancer en âge
14:50 Pause
15:10 Allianz 65+ Website, Präsentation, Fragerunde
15:25 Workshops:
a. Aktionsplan
b. Website
c. Politik
16:25 Plenum, Beschlüsse
Nachhaltig, nachhaltiger, am suffizientesten?
Am Samstag, 13. September 2025, fand im Generationenhaus Bern die Herbsttagung des VSV statt: «Wie nachhaltig ist Bildung für Nachhaltigkeit?» Die Tagung war gut besucht, geprägt von einer offenen und anregenden Atmosphäre. In drei Referaten gaben die Expertinnen und Experten wertvolle Impulse. Karl Herweg betonte, dass Nachhaltigkeit das ist, was wir gemeinsam daraus machen. Sandra Wilhelm zeigte auf, wie Bildung in Bewegung übergehen und Veränderung bewirken kann. Somara Gantenbein veranschaulichte, warum Wissen allein oft nicht genügt, um ins Handeln zu kommen.
Am Nachmittag vertieften die Teilnehmenden in parallel durchgeführten Workshops die Frage, wie Bildung zur nachhaltigen Entwicklung beitragen kann – mit praxisnahen Zugängen und konkreten Ideen für den persönlichen wie auch den gesellschaftlichen Alltag.
Die Tagung hat einmal mehr verdeutlicht: Bildung für Nachhaltigkeit inspiriert, befähigt und ermutigt Menschen dazu, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft aktiv mitzugestalten. Aber: Sie ist kein Selbstläufer. Angebote, die eine bestimmte Haltung präferieren, locken die bereits Überzeugten. Für die Zweifler muss man die Botschaft verstecken. Also: Subversiv für nachhaltig!
Mehr zum Projekt «Das Glück der Genügsamkeit» der Volkshochschulen.
KI & Erwachsenenbildung – am 16. Mai 2025 in Genf
Die Tagung will einen verständlichen und umfassenden Überblick über die Rolle von KI in der Bildung, ethische Fragen thematisieren, die sich aus der Anwendung von KI ergeben, sowie praktische Anwendungshilfen geben. Sie bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Fachpersonen, um gemeinsam Lösungen und Kooperationen zu entwickeln und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen.
Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit der Université Populaire du Canton de Genève (UPCGe) und dem Verband der schweizerischen Volkshochschulen (VSV).
Freitag, den 16. Mai 2025, 9:30 bis 17:30 Uhr in der FER Genève.
Die Veranstaltung ist ausgebucht
Innovation im Klassenzimmer: Trends und Technologien für den Unterricht von morgen
Am Donnerstag, den 8. Mai 2025, findet in Locarno der Training Day des Tessins statt. Ein Tag, der der Erforschung der Entwicklung der Bildung, neuer Technologien und effektiver pädagogischer Methoden gewidmet ist.
Mit Experten für künstliche Intelligenz (KI), interaktiven Aktivitäten und praxisnahen Workshops bietet diese Veranstaltung eine einzigartige Gelegenheit, den Unterricht zu innovieren und sofort anwendbare Kompetenzen zu erwerben.
Nehmen Sie teil und entdecken Sie die Werkzeuge und Strategien, die die Bildung von morgen prägen werden!
Die Teilnahme ist kostenlos.
Gebärdensprache für alle
Der VSV bietet in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gehörlosenbund SGB-FSS Seit Herbst 2024 Kurse in Deutschschweizer Gebärdensprache an. Die nächste Serie startet im März. Der VSV will hörende Menschen zum Erlernen der Gebärdensprache anregen. Je mehr Menschen die Gebärdensprache beherrschen, umso besser steht es um die Inklusion von Gehörlosen in unsere Gesellschaft. Alltagskommunikation und kulturelle Hintergründe der Gebärdensprache eröffnen den Kursteilnehmenden die Welt der Gehörlosen.
Nach 65 ginge es erst richtig los, wenn…
(pk) Die Schweiz ist stolz auf ihr Bildungssystem. Allenthalben redet sie vom lebenslangen Lernen. Doch in der Bildungspolitik endet das Leben mit der Pensionierung. Die Alten bleiben als Ressourcen einfach aussen vor. Dabei sind sie die einzige wachsende Bevölkerungsgruppe, meist aktiv bis weit nach 70. Hüter der Erfahrung, die die Gesellschaft anzapfen könnte, wenn sie nur wollte.
So haben sich der Verband der Schweizerischen Seniorenuniversitäten und jener der Volkshochschulen zu einem Bildungsbericht 65+ zusammengetan, um Bedürfnisse und Potentiale einer verstärkten Bildung für Menschen ab 65 zu eruieren. Die Ergebnisse enthalten bildungspolitischen Sprengstoff. Einerseits lässt sich eine stark wachsende Nachfrage nach massgeschneiderten Angeboten für Menschen ab 65 feststellen – vier Mal höher als noch 2021 –, andererseits sind ältere Menschen gar nicht so gesundheitsfixiert, wie man glauben könnte, sondern vielmehr auf Allgemeinbildung aus, die sie in die sozialen Prozesse integriert und geistig fit hält. Noch besser: Ältere haben keine Berührungsängste, wenn es um digitale Welten geht.
Die Auswertung der Analyse steht als Download zur Verfügung.
Alt und dumm? Nie!
Alle reden vom lebenslangen Lernen. Und doch endet das Lernen für die Politik mit der Rente. Das muss nicht sein. Dafür haben wir nun die «Charta Bildung 65+». Sie liefert das Fundament einer Allianz, die sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Bildung im Alter einsetzt. Gründungsmitglieder sind der Verband der Schweizerischen Volkshochschulen, der Verband der Schweizerischen Seniorenuniversitäten, Pro Senectute Schweiz sowie die Professur für Erwachsenen- und Weiterbildung der FHNW. Bildung im 3. Lebensalter trägt wesentlich zum Wohlbefinden bei, hält Menschen gesund, ja glücklich, verstärkt die sozialen Bande und macht Erfahrung als Ressource für die Gesellschaft nutzbar. Erstaunlich, dass die Politik all die Vorteile des wirklich lebenslangen Lernens aus den Augen verloren hat. Das müssen wir ändern.
Organisationen, denen die Bildung von Senioren und Seniorinnen ein Anliegen ist, sind herzlich eingeladen, bei der Allianz mitzumachen. Sie ist ein loser Zusammenschluss. Wer sich anschliesst, wird über die weiteren Aktivitäten informiert und kann selber Aktivitäten einbringen.
Zur Schweizerischen Charta Bildung 65+.
Die Schweizerische Charta Bildung 65+ als Download
Kontakt: allianz@bildung65plus.ch