Tod und Sterben im 19. Jahrhundert

Der Umgang mit Tod und Sterben wandelte sich im 19. Jahrhundert auf gravierende Art und Weise. Aus hygienischen Überlegungen wurde Distanz zwischen Verstorbenen und Lebenden geschaffen, Bestattungsplätze wurden aus den innerstädtischen Kirchhöfen an die Peripherie verlagert. Leichenschauhäuser sollten der Angst vor dem Lebendig-begraben-Werden entgegenzuwirken, und die ersten, äusserst umstrittenen Krematorien nahmen ihren Betrieb auf. Gleichzeitig waren Praktiken selbstverständlich, die heute Irritationen auslösen, wie der hochwertige Schmuck aus dem Haar der Verstorbenen oder die kurzzeitige Mode der Totenfotografie.
Kursstart
Mo 15.02.2027 19:30
4 x
Kursleitung
Nina Kreibig Humboldt-Universität zu Berlin
Preis
Standard 125.00
Kursort

Online-Kurs