Freiheit, Sicherheit, Ungleichheit
Die Schweiz und Frankreich teilen als Nachbarländer gemeinsame Geschichte(n). Die jeweiligen Landesgeschichten sind seit Jahrhunderten durch Kriege, Bündnisse oder Handel eng miteinander verflochten. Der Blick auf die geteilte Vergangenheit hilft die eigene Geschichte zu verstehen und erklärt auch, wie sich heute die Schweiz und Frankreich begegnen.
Im Vortrag werden anhand von Einzelschicksalen drei Episoden näher vorgestellt:
- Im Jahr 1798 besetzen französische Truppen die Schweiz. Dieser so genannte «Franzoseneinfall» war der Anfang vom Ende der Alten Eidgenossenschaft.
- Im Jahr 1871 wurden französische Truppen nach Niederlagen im Deutsch-Französischen Krieg bei Les Verrières interniert. Das Ereignis war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Schweizerischen Roten Kreuzes.
- Während des Zweiten Weltkrieges versuchten Menschen aus dem durch die Nazis besetzten Frankreich in die Schweiz zu flüchten. Einigen gelang die Flucht zum Beispiel im Raum Genf, viele wurden zurückgewiesen, oft mit tödlichen Folgen.
Prof. Dr. Peter Gautschi ist Lehrer und Geschichtsvermittler aus Zofingen. Er lehrte und forschte an den Pädagogischen Hochschulen FHNW, Freiburg i. Br. und Luzern. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Bildungsmedien, historische Bildung und Zeitgeschichte. Viele seiner Publikationen wurden ausgezeichnet.