Wirtschaftswachstum – ist es wirklich nötig?
Im Westen haben viele ein Wohlstandsverständnis, das auf materiellem Wachstum und Konsum basiert. Wachsen an sich ist kein Zweck, kann aber ein Mittel sein, die Lebensqualität zu steigern, vor allem, wenn es sich innerhalb planetarer Grenzen hält. Wachstum, das die Grenzen überschreitet, schadet uns langfristig. Wie gehen wir mit diesen Spannungsfeldern um? Welche Veränderungen bringen uns langfristig weiter?
Christoph Bader arbeitet am Centre for Development and Environment (Entwicklung und Umwelt) in Bern. Dieses wurde 2009 als interdisziplinäres Forschungszentrum der Universität Bern gegründet. Sein Engagement besteht darin, innovative Ansätze in Forschung und Lehre voranzutreiben, um eine Transformation hin zu einer nachhaltigen Entwicklung zu fördern.
Heute hat das CDE den universitären Auftrag, Forschung, Lehre und Umsetzung auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung und des globalen Wandels voranzutreiben, indem es mit der Universitätsleitung, ausgewählten Forschungsgruppen sowie nationalen und internationalen Partnern zusammenarbeitet. Das CDE beschäftigt rund 100 Mitarbeitende aus 16 Disziplinen, ist in drei Regionen des globalen Südens sowie in der Schweiz und in Europa aktiv und realisiert derzeit über 70 Projekte mit einem Jahresumsatz von CHF 13,2 Millionen. Ein wichtiger Teil der Aufgaben des CDE sind Lehre und Ausbildung.