Blick hinter die Kulissen der Berner Zünfte und Gesellschaften

Im Hochmittelalter entstanden in Bern Zünfte und Gesellschaften ("Stuben"), in welchen die Handwerker ihre Gewerbe regulierten. Darüber hinaus nahmen sie eine Vielzahl öffentlicher Aufgaben wahr. Die Zünfte haben die Geschichte der alten Republik Bern über Jahrhunderte hinweg geprägt und sind heute als öffentlich-rechtliche Körperschaften – von der Öffentlichkeit wenig bemerkt – aktiv. Mit der Burgergemeinde Bern, die als solche erst viel später entstand, sind sie eng verbunden. Die Volkshochschule Bern bietet allen Interessierten einen spannenden Blick hinter die Kulissen: Wie haben die Gesellschaften und Zünfte in der Vergangenheit die Stadt Bern geprägt? Was hat es mit den Wappen oder historischem Geschirr auf sich?

In dieser Kursreihe besuchen Sie sechs Zünfte und Gesellschaften in der Berner Altstadt. Betreten Sie die historischen Zunftstuben oder -säle und erfahren Sie mehr über die früheren und heutigen Aufgaben der Zünfte und Gesellschaften. Mitglieder der jeweiligen Gastgeberin werden Ihnen Fragen beantworten und Hintergründe erläutern.

9. September: Zunftgesellschaft zu Schmieden

Der erste Besuch geht zu einer der vier Vennerzünfte, die mit dem Venner ein Mitglied des Kleinen Rats stellen durften: Schmieden. Sie ist zudem eine der beiden Zünfte, die über eine Zunftwirtschaft – die ehem. Schmiedstube – verfügt.

16. September: Zunftgesellschaft zum Affen und Zunftgesellschaft zu Metzgern

Am zweiten Termin geht es zu den Meistern und Gesellen des Steinhandwerks und zu den Metzgern, beide haben ihre "Stuben" an der Kramgasse. Bei den Metzgern wird in Berns ältester funktionsfähiger Küche jährlich das Rüeblimahl gekocht - ob tatsächlich Rüebli auf dem Teller serviert werden, erfahren Sie bei einem Besuch in der legendären Küche. Zu den bekanntesten Stubengenossen gehört Albert Bitzius, besser bekannt als Jeremias Gotthelf.

14. Oktober: Zunft zu Schiffleuten

Auf einem Spaziergang tauchen die Teilnehmenden in die jahrhundertealte Geschichte des frühen Personen- und Warentransports und der dafür zuständigen Zunft, der Gesellschaft zu Schiffleuten Bern, ein. Dass sie dabei sowohl das daraus verbliebene Unesco-Kulturerbe den Weidlingsbau, resp. das Weidlingsfahren als auch das berühmte internationale Schifferstechen von Bern kennenlernen, ist ein nützlicher Nebeneffekt.

21. Oktober: Zunft zur Schneidern und Burgergesellschaft

Die Zunft zur Schneidern erwarb das Haus zum Mohren und wurde schon bald nach dem Hauszeichen benannt. Mit dem Namenswechsel kehrt sie zu den Wurzeln zurück. In der Nähe befindet sich die allerjüngste Gesellschaft, die Burgergesellschaft.

Kursstart
Mi 09.09.2026 18:30
4 x
Kursleitung
Kursleiterteam
Plätze
6 - 25
Preis
Standard 100.00
Kursort

Exkursion