Kirchen in Bern - 19. und 20. Jahrhundert

Drei Berner Kirchen, welche unterschiedlichste Auffassungen der Kirchenbaukunst vertreten, sind Gegenstand des Kurses. Sie stecken das Spannungsfeld zwischen Rückschau auf mittelalterliche Bautypen und moderner Architektur ab.

Wir beginnen mit zwei Grossbauten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die die damals geläufige Tendenz der Nachahmung eines mittelalterlichen Kirchenbaus vertreten: Die Dreifaltigkeitskirche (1896-98) und die Kirche Peter & Paul (1859-64). Sie sind durch die katholische Konfession geprägt. Während die Dreifaltigkeitskirche auf die Romanik und nach Italien verweist, hat die Peter & Paul-Kirche die französische Frühgotik zum Vorbild.

Einen anderen Raumeindruck bietet die Bethlehemkirche von 1958-60; mit ihr kommen wir zum Haupt-Anliegen des Kurses: der moderne Kirchenbau in Bern. Oft handelt es sich um multifunktionale Zentren des Gemeindelebens, die den Sakralbau einbeziehen.

Anlass zu diesem Kurs ist die sich in Änderung begriffene Kirchenlandschaft: In Zukunft ist mit Fusion von Gemeinden und Umnutzung von Kirchenbauten zu rechnen. Dies betrifft vor allem die im Laufe der urbanistischen Ausdehnung Berns im letzten Jahrhundert gebauten Anlagen.

Umso dringlicher ist es, einen Einblick in das «christliche Bauen» der letzten 150 Jahre, seit Berns Bestimmung als Bundeshauptstadt, zu erhalten. Auf drei Spaziergängen begutachten wir die Architektur vor Ort, der Spaziergang kann individuell vertieft werden.

Kursstart
Mi 19.08.2026 18:15
6 x
Kursleitung
Margot Hleunig Heilmann
Plätze
12 - 20
Preis
Standard 240.00
Kursort

Unitobler
Lerchenweg 36
3012 Bern

Exkursion