Philosophische Siesta 2026
Schönheit ist seit der Antike, besonders intensiv seit Ende des 17. Jahrhunderts, ein philosophisch durchdachtes Thema, zu dem Immanuel Kant schliesslich sagt: «Schön ist, was ohne Begriff allgemein gefällt.» Die ästhetische Erfahrung ist also paradox, nicht objektiv, aber auch nicht bloss subjektiv. Ausserdem spricht er von der Empfindung des Schönen als eines interesselosen Wohlgefallens. Wenn man Schönheit als Ideal versteht, so kann man auf solche Bestimmungen kommen. Wenn man jedoch heute «Schönheit» oder «Ästhetik» in eine Suchmaschine eingibt, so landet man zunächst bei einem Beautyshop oder Ästhetikstudio, das Schönheit zwar auf höchstem Niveau verspricht, aber damit etwas verkaufen will. Interesseloses Wohlgefallen, so scheint es, ist in der heutigen Konsumkultur nicht mehr en vogue.
Doch braucht man nicht ein Ideal des Schönen, um sich anschaulich zu machen, worum es geht und worum nicht? – Damit und den heutigen Bildern, Visionen und Vorstellungen dessen, was schön und begehrenswert ist, beschäftigt sich unser Kurs.
5.8. Lehren des Schönen bis zur Renaissance
12.8. Erfordernisse des Schönen und des Geschmacks
19.8. Was ist Leiden, was nicht schön, was ist hässlich?
26.8. Schönheit, Attraktivität und Begehren in der Gegenwart