Die Burgunderbeute
Die burgundisch-niederländische Hofkultur brachte im 15. Jahrhundert Kunstwerke von unvergleichbarer Schönheit hervor. Karl dem Kühnen dienten auf seinen Feldzügen kostbarste Textilien oder edelmetallene Werke zur Repräsentation. In den Schlachten bei Grandson und Murten 1476 fiel den Eidgenossen und ihren Verbündeten eine Beute von unvorstellbarem Wert in die Hände. Im Sieger-Chaos verbreiteten sich Unterschlagung und Helerei; vieles zerrann wie gewonnen. Das unter Kontrolle geratene Gut führte man in Luzern zur Teilung zusammen. Erhalten blieb nur ein geringer, aber höchst bewundernswerter Teil.