Literatur als soziales Experiment
Wie bei einem chemischen Experiment werden auch in der Literatur Elemente hinzugefügt oder entfernt, vertauscht oder verwandelt. Ein Fremder taucht auf, jemand verschwindet, ein Paar tauscht Partner. Figuren verwandeln sich oder geraten in einen anderen Zustand. Solche literarischen Versuchsanordnungen bringen den gesellschaftlichen Status quo ins Wanken und lösen Reaktionen aus, bei denen nichts gleichbleibt. An Beispielen von Goethe und Camus bis Kafka und Adichie untersucht der Kurs die soziale Sprengkraft der Literatur.