Märtyrer, Heilige und die Faszination des Christentums
Die frühen Christen glaubten an den Auferstandenen – und blieben den Kulten ihrer Umwelt fern. Vor Gericht legten sie Zeugnis («martyrion») für ihren Glauben ab. Zu diesen Blut-Zeugen traten seit dem 4. Jh. Lebens-Zeugen, die Nachfolge Jesu in radikaler Weise praktizierten. Sie wurden als Heilige verehrt. Wie kam es zu diesem Status Einzelner in der «Gemeinschaft der Heiligen»? Was galt als vorbildlich am grausamen Sterben und an strikter Askese? Der Faszination solcher Ausnahmemenschen – einem bis heute für das Christentum prägenden Phänomen – geht der Vortrag an prominenten Beispielen nach.